Die Idee

Der Plan fürs VU nahm quasi in einem See Gestalt an. Dort verbrachte Bao mit Bruderherz Chuong vor einiger Zeit seinen Urlaub. Die Füsse im Wasser sinnierten sie über Zukunft und Gastro Vision. Jetzt, ca. 1 1/2 Jahre später sitzen wir hier gemeinsam mit Bao Vu und schlürfen die Nudeln aus der Pho.
Der untere Teil des neu gebauten Wohnkomplexes in der Kleinen Freiheit war für ein Gastroprojekt reserviert. „Also haben wir unser Konzept eingereicht und gehofft, das es der Hausgemeinschaft schmeckt“, erzählt Bao. Tat es. „Wir wurden eingeladen unser Konzept möglichst schnell vorzustellen, kurz danach waren wir in der engeren Auswahl und zack, kam die Zusage. Ich dachte nur: „Wow. Geht jetzt los.“

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Die Location

Das kleine Deli mit der großen Fensterfront einer Terrasse hat professionellen DIY Charakter. Eine offene Theke, hinter der gewerkelt und angerichtet wird. Geradlinige gezimmerte Tische aus hellem Holz, alte Stühle der ehemaligen Schule im Industrielook, warme Messinglampen aufgereiht über unseren Köpfen. Aufgefrischt durch große grüne Pflanzen und Blätter, die Fernost Feeling versprühen. Minimal das Ganze und doch mit warmer Ausstrahlung. Es erinnert ein wenig an Regenwald. Wenn erst der Vorgarten direkt vorm Laden fertig ist, guckt man nur allzu gern in die Botanik und blinzelt in die Sonne. Im Mai soll es soweit sein. Und eine Autofreie Zone wird es außerdem. Schön.
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Das Essen

Mama Vu ist das wandelnde Rezeptbuch des Ladens. Ihr Wissen und Know How steckt in allen Gerichten, deswegen trägt auch die Pho des Hauses schlicht und einfach ihren Namen: Mamas Pho.
Die bestellen wir zusammen mit Bánh Bao, vietnamesische Dampfknödel und dazu frisch gemixten Saft. Während wir in alles unsere Nase stecken, probieren und immer zufriedener werden, fragen wir nach den Zutaten. Der knallgrüne Apfel-Minz Saft enthält, wie unschwer am Namen zu erkennen ist u.a. Apfel und Minze. Allerdings nicht irgendeine Sorte, sondern den „Granny Smith“ und die Marokkanische Minze. „Die hole ich beim Türken in der Susannenstraße“, erzählt Bao. „Wir versuchen generell die Wege klein zu halten.“ Mit Crushed ice und Soda gemixt, ergibt das diesen enorm frischen Kick. Ne´ Lieblingslimo, schon jetzt.

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Die Pho ist sanft im Geschmack aber nicht zu soft und beglückt mit Nudeln, gekochter Rinderbrust, Rinderhackbällchen und Kräutern in Brühe. Und wärmt im Bauch. Auffallen tun uns die saftig geschmacksintensiven Dampfknödel und entlocken uns ein: „Mmmh, gut! Wie sind die gemacht?“ Einen Tag vorher aus einem Reismehl-Hefe-Mix. „Musst Du machen. Sonst wird das nix“, sagt Bao. Tiefkühlware ist keine Option. Wir nicken zustimmend. Mit vollem Mund redet man schließlich nicht. Gepaart mit zwei Tage marinierten, geröstetem Schweinebauch ergibt das eine Symbiose, die perfekt harmoniert.
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Dessert

Der Nachtisch ist alles andere als alltäglich. Die Wahl fällt zum einen schwer, zum anderen zwischen selbstgemachten Seidentofu mit karamellisiertem Ingwer und Kokosnuss Sauce und Reisbällchen mit Sesam-Nuss-Munkbohnen Füllung. Toll aussehen tun sie beide. Wer zum Abschluss noch einen Espresso braucht, bekommt auch den. Nächstes Mal finden wir heraus, was hinter dem Cappu Matcha genau steckt. Und versuchen das vietnamesische Gulasch, welches als Tagesspecial sicher nochmal zukriegen ist.
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Ein nächstes Mal gibt es nämlich, ohne Frage. Bei Familie Vu fühlt man sich einfach willkommen und wohl. Ihr Deli strahlt Wärme und Herzlichkeit aus. Das ist genau die Sorte Location, die wir für Monday2Sunday suchen. Mit Herz geführte Läden mit richtig gutem Essen.

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Fakten

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Kleine Freiheit 68
22767 Hamburg
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