Simbiosa Hamburg

Story

Fabien ist angekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist der Pilot und flog durch die Weltgeschichte. Kam über Marrakesch, Budapest und Luxemburg, seiner Heimatstadt an die Elbe. Die Liebe rief und so landete er auf der Suche nach einem Job zuerst bei Linus und Törnqvist, lernte dort den guten Kaffee zu schätzen. Neu im Gastrogewerbe war er aber nicht. Gemeinsam mit seinem Bruder hatte er bereits Restaurants und Kneipen in Luxemburg geführt. Ein Know How, das bei der zügigen Umsetzung des Simbiosa geholfen hat. „Ich wollte gern einen kleinen Laden“, erzählt Fabien. Wie man seinen Traum wahr werden lässt, wusste er. Das richtige Team dafür, hat er mit Koch Niv, der erst kürzlich aus Tel Aviv hergezogen und eigentlich Architekt ist und Linus. „We took a bottle Arag and start talking“, lacht Niv. Arag ist ähnlich dem Raki, mit beidem werden offensichtlich gute Deals besiegelt. Mehr um Kaffee als um Alkohol, kümmert sich Linus. Und freut sich über die Abwechslung außerhalb seines eigenen Ladens.

Location

So empfangen er und die einladende Kaffeebar mit Ziegelmauer, umringt von Pflanzen und schönem Espressogerät den Gast direkt beim Eintreten. Viel Schwarz, warmes Holz und Botanikgrün prägen das Bild des lichtdurchfluteten Ladens. Weiß gekalkte Wände, die an Süden erinnern. Schlicht, auf Wesentliche reduziert, dennoch angenehm. Ein paar kleine Ecken und Plätze erlauben Privatsphäre, vorn am Kaffeetresen einen dezenten Spot zum Arbeiten mit Ausblick. Großzügige Tische geben Raum, der zum Teilen von Mezze & Co. gewollt ist und in der israelischen Küche Tradition hat. Eine weiße Steinmauer mit Durchblick, die das Restaurant unterteilt, bringt ursprünglichen Charme. Die Location an sich ist keine Unbekannte, hier war lange das Brachmanns Galeron Zuhause, bekannt für seine Maultaschen. Mitten auf St. Pauli und schönen Teil des Viertels, in der Hein-Hoyer-Straße.
Simbiosa Hamburg
Simbiosa Hamburg
Simbiosa Hamburg

Die Karte

Schon bei Stippvisite und Opening studiert, fällt die Wahl schnell. Neun Varianten Mezze mit ofenfrischem Pita, einem süßlichen Brot aus Hefe und Hummus. Ein rauchiger Dip aus stundenlang eingekochten Tomaten. Frittierte Auberginen, gebettet auf Hummus und Labane. Yoghurt, frisch, cremig, ein Hauch Öl. Eingelegtem Gemüse und vorweg geräucherten Pilzen am Spieß. Der richtige Teaser, wie es scheint, volle Punktzahl. Die bekommen auch die Falafel, ganz anders, als üblich. Fluffig und grün im Kern dank Petersilie und feiner Knoblauchnote. Das Moussaka mit Béchamelsoße als Hauptgericht ein Muss, ebenso wie das Shashuka. Welches leider untergeht. Macht nichts. Unsere volle Aufmerksamkeit hat die Paste aus schwarzen Linsen, karamellisierten Zwiebeln, Mandeln, Walnuss. Obenauf Tomaten-Kirsch-Marmelade. Was eine Kombination, wow. Zum Auslöffeln. Das schafft auch die Moussaka, die vegan ist, wie alles im Simbiosa. Überhaupt macht die israelische Küche einen „gesunden Eindruck„. Wer auf Zutaten und Inhaltsstoffe achten muss oder möchte, ist hier gut bedient. Auch preislich. Fair, nennt man das. Einem guten Essen folgt bekanntermaßen ein guter Espresso Shot. Wo es den gibt, wissen wir ja.
Simbiosa Hamburg
Simbiosa Hamburg

Fakten

Simbiosa
Hein-Hoyer-Straße 60
20359 Hamburg